Baldrian und Passionsblume bei Schlafstörungen: was pflanzliche Beruhigung leisten kann
Ein Tee, ein Dragee, eine sanfte Bremse fürs Nervensystem. Manchmal reicht das. Oft nicht. Warum die Frage, was dich nachts weckt, wichtiger sein kann als die Frage, was dich beruhigt.
Beruhigung ist nicht dasselbe wie Ursache. Wenn dein Körper nachts Alarm schlägt, lautet die Frage nicht nur, wie du ihn leiser drehst. Sie lautet auch, warum er überhaupt klingelt.
Es ist 3:12 Uhr. Du liegst wach. Nicht ein bisschen wach, sondern hellwach. Das Herz klopft etwas zu schnell, der Kopf ist sofort beim nächsten Tag. Du drehst dich um, rechnest, wie viele Stunden noch bleiben. Und irgendwann greifst du zur Packung auf dem Nachttisch. Baldrian. Vielleicht mit Passionsblume.
Ich kenne dieses Muster aus vielen Gesprächen. Und ich verstehe den Griff zur Pflanze gut. Sie fühlt sich sanfter an als eine Schlaftablette. Natürlicher. Harmloser. Und für manche Menschen ist sie tatsächlich ein angenehmer Begleiter.
Aber es gibt eine Frage, die dabei oft untergeht. Wer um drei Uhr hellwach ist, hat selten einen Mangel an Beruhigung. Häufiger meldet sich ein System, das nachts auf Alarm schaltet. Das Stresssystem. Oder der Stoffwechsel. Oder beide gleichzeitig. Genau darum geht es in diesem Artikel.
Was dich in diesem Artikel erwartet
- Wie Baldrian und Passionsblume am GABA-System ansetzen könnten
- Was drei Meta-Analysen zu Baldrian tatsächlich zeigen
- Die dünne, aber interessante Datenlage zur Passionsblume
- Warum die europäische Leitlinie zuerst auf Verhaltenstherapie setzt
- Das KPNI-Schlafmodell: Bremse, Gaspedal, Alarmanlage
- Wie Cortisol und nächtliche Blutzuckerabfälle wecken können
- Sicherheit: Alkohol, Medikamente, Schwangerschaft, Leber
- Drei Hebel, die du ab heute Abend verstehen und nutzen kannst
Die sanfte Bremse: wie Pflanzen am GABA-System ansetzen könnten
Stell dir dein Nervensystem wie ein Auto vor. Es hat ein Gaspedal und eine Bremse. Das Gaspedal heißt Glutamat, dazu kommen Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol. Die wichtigste Bremse heißt GABA. Wenn GABA an seinen Rezeptor andockt, öffnet sich ein kleiner Kanal. Die Nervenzelle wird ruhiger, schwerer erregbar.
Viele klassische Schlafmittel verstärken genau diese Bremse. Auch Baldrian und Passionsblume werden seit langem mit dem GABA-System in Verbindung gebracht. Für Baldrian gibt es dazu interessante Labordaten.
Ein Team um Khom an der Universität Wien testete Valerensäure, einen Inhaltsstoff der Baldrianwurzel, an künstlich erzeugten GABA-A-Rezeptoren. Die Substanz verstärkte den GABA-Strom, aber nur bei Rezeptoren mit bestimmten Bausteinen, den beta2- und beta3-Untereinheiten. Der Benzodiazepin-Gegenspieler Flumazenil konnte diesen Effekt nicht aufheben. Für dich heißt das: Baldrian könnte an einer anderen Stelle ansetzen als klassische Beruhigungsmittel.
Khom S et al. Neuropharmacology. 2007;53(1):178-187. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2007.04.018 [In vitro, Oozyten-Modell]Benke und Kollegen aus Zürich fanden eine Bindungsstelle am GABA-A-Rezeptor, an der Valerensäure schon in sehr kleinen Konzentrationen andockte. Bei normalen Mäusen zeigte die Substanz in Verhaltenstests eine angstlösende Wirkung. Bei Mäusen, deren beta3-Baustein gezielt verändert war, blieb dieser Effekt aus. Das spricht dafür, dass genau dieser Rezeptortyp eine Rolle spielen könnte. Beim Menschen ist diese Kette allerdings nicht direkt belegt.
Benke D et al. Neuropharmacology. 2009;56(1):174-181. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2008.06.013 [In vivo, Maus, plus In vitro]Das ist biologisch plausibel. Und es erklärt, warum Baldrian eher als sanfte Bremse beschrieben wird denn als Schlafhammer. Aber eine Bremse hat eine Grenze. Sie kann ein Auto verlangsamen. Sie kann nicht beeinflussen, warum jemand gleichzeitig kräftig aufs Gas tritt.
Die meisten fragen: Welche Pflanze beruhigt mich am besten? Die vielleicht hilfreichere Frage lautet: Wer tritt bei mir nachts aufs Gaspedal?
Solange das Gaspedal durchgedrückt ist, arbeitet jede Bremse gegen einen Motor, der Vollgas gibt. Und jetzt weißt du, warum eine sanfte Pflanze bei manchen Menschen spürbar ist und bei anderen fast nichts verändert.
Baldrian: Was die Meta-Analysen zeigen, und was nicht
Vielleicht hast du Baldrian schon probiert und gedacht: Irgendwie besser. Oder: Merke ich nichts. Beides passt erstaunlich gut zur Studienlage. Denn die Forschung zu Baldrian ist ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig es ist, genau hinzuschauen, was gemessen wurde.
relatives Nutzenverhältnis für „Schlaf verbessert“ in 6 Studien, mit Hinweis auf Publikationsbias
Unterschied bei der Einschlafzeit gegenüber Placebo, statistisch nicht signifikant
Studien mit 6894 Personen in der bisher breitesten Übersichtsarbeit
Bent und Kollegen von der University of California in San Francisco werteten 16 Studien mit 1093 Personen aus. Sechs Studien fragten einfach: Schlaf verbessert oder nicht? Hier lag das relative Nutzenverhältnis bei 1,8 zugunsten von Baldrian, allerdings gab es Hinweise auf Publikationsbias. Die meisten Studien hatten deutliche methodische Schwächen. Das Fazit der Autoren: Baldrian könnte die Schlafqualität verbessern, ohne Nebenwirkungen zu verursachen.
Bent S et al. Am J Med. 2006;119(12):1005-1012. DOI: 10.1016/j.amjmed.2006.02.026 [Meta-Analyse, k=16, n=1093]Fernández-San-Martín und ein Team aus Barcelona analysierten 18 randomisierte, placebokontrollierte Studien. Bei der Einschlafzeit lag der Unterschied zu Placebo bei 0,70 Minuten, statistisch nicht signifikant. Auch auf Skalen zur Schlafqualität zeigte sich kein Unterschied. Nur bei der Ja-Nein-Frage nach subjektiver Besserung lag Baldrian vorn, mit einem relativen Verhältnis von 1,37. Die Autorinnen und Autoren schlossen: eine subjektive Besserung ist möglich, eine objektiv messbare Wirksamkeit nicht belegt.
Fernández-San-Martín MI et al. Sleep Med. 2010;11(6):505-511. DOI: 10.1016/j.sleep.2009.12.009 [Meta-Analyse, k=18 RCTs]Shinjyo, Waddell und Green sichteten 60 Studien mit insgesamt 6894 Personen, davon 10 Studien mit 1065 Personen in der Meta-Analyse zur subjektiven Schlafqualität. Ihre Deutung: Die widersprüchlichen Ergebnisse könnten an der schwankenden Qualität der Extrakte liegen. Einige Inhaltsstoffe gelten als instabil. Schwere Nebenwirkungen fanden sie in keiner Altersgruppe zwischen 7 und 80 Jahren.
Shinjyo N, Waddell G, Green J. J Evid Based Integr Med. 2020;25:2515690X20967323. DOI: 10.1177/2515690X20967323 [Systematischer Review, Meta-Analyse, 60 Studien, n=6894]Was machen wir nun daraus? Ich lese diese Daten so. Baldrian scheint bei einem Teil der Menschen das Gefühl zu verbessern, besser geschlafen zu haben. In Messungen von Einschlafzeit und Schlafarchitektur ist das bisher kaum zu sehen. Dazu kommt ein großer Placebo-Anteil, der in Schlafstudien fast immer auffällt.
Placebo ist dabei kein Schimpfwort. Wer abends ein Ritual hat, einen warmen Tee, eine bewusste Pause, signalisiert seinem Nervensystem Sicherheit. Das kann echte Entspannung bewirken. Nur sollten wir ehrlich bleiben, woher sie womöglich kommt.
Wenn sich dein Schlaf besser anfühlt, ohne dass sich messbar viel ändert, ist das nicht wertlos. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass die Pflanze eher dein Erleben der Nacht verändert als deren Ursache.
Für eine unruhige Phase kann das reichen. Für eine Schlafstörung, die seit Monaten besteht, eher nicht. Und jetzt weißt du, warum dieselbe Packung für deine Freundin ein Segen ist und für dich eine Enttäuschung.
Passionsblume: sanft, traditionsreich und dünn belegt
Die Passionsblume ist die leisere Schwester im Regal. Sie steckt oft in Kombipräparaten mit Baldrian, Melisse oder Hopfen. In Europa wird sie seit langem bei innerer Unruhe und Einschlafproblemen genutzt. Die Frage ist, was davon sich in Studien zeigt.
Ngan und Conduit von der Monash University in Australien ließen 41 junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren je eine Woche Passionsblumentee und eine Woche Placebotee trinken. Von sechs Werten im Schlaftagebuch unterschied sich einer deutlich: Die Schlafqualität wurde unter Passionsblume besser bewertet. Die Autoren sprechen von kurzfristigen, subjektiven Vorteilen für gesunde Erwachsene mit leichten Schwankungen im Schlaf.
Ngan A, Conduit R. Phytother Res. 2011;25(8):1153-1159. DOI: 10.1002/ptr.3400 [RCT, Crossover, n=41]Lee und Kollegen aus Südkorea gaben 110 Erwachsenen mit diagnostizierter Insomnie zwei Wochen lang Passionsblumenextrakt oder Placebo. Im Schlaflabor stieg die Gesamtschlafzeit unter Passionsblume im Mittel um rund 23 Minuten, unter Placebo praktisch gar nicht. Der Unterschied war knapp signifikant. Schlafeffizienz und nächtliche Wachzeit verbesserten sich zwar in der Passionsblumengruppe, unterschieden sich aber nicht von Placebo.
Lee J et al. Int Clin Psychopharmacol. 2020;35(1):29-35. DOI: 10.1097/YIC.0000000000000291 [RCT, n=110]Janda und Kolleginnen aus Stettin fanden neun klinische Studien mit Laufzeiten von einem Tag bis zu 30 Tagen. Die meisten berichteten weniger Angst, bei nur leichten Symptomen fiel der Effekt schwächer aus. Nebenwirkungen wie Gedächtnisprobleme wurden nicht beobachtet. Miroddi und Kollegen hatten zuvor die Methodik der Studien kritisch geprüft: kleine Gruppen, unklare Angaben zu Extrakt, Verblindung und Placebo. Ihr Fazit: gutes Sicherheitsprofil, aber die traditionelle Wirksamkeit braucht strengere Studien.
Janda K et al. Nutrients. 2020;12(12):3894. DOI: 10.3390/nu12123894 [Systematischer Review, k=9] · Miroddi M et al. J Ethnopharmacol. 2013;150(3):791-804. DOI: 10.1016/j.jep.2013.09.047 [Übersichtsarbeit]Unterm Strich ist die Passionsblume eher bei Unruhe und Anspannung interessant als bei einer ausgewachsenen Schlafstörung. Das passt zu ihrem traditionellen Einsatz. Die europäische Arzneimittelagentur führt die Passionsblume als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten Stresssymptomen und als Einschlafhilfe. Das beruht auf langjähriger Anwendung, nicht auf einem strengen Wirksamkeitsnachweis. Für bestimmte Baldrian-Trockenextrakte gilt dort eine etwas besser belegte Einstufung.
Was die europäische Leitlinie sagt, und warum ich sie ernst nehme
Vielleicht überrascht dich dieser Abschnitt in einem Ratgeber über Heilpflanzen. Aber ich halte ihn für den wichtigsten. Denn hier steht, was nach heutigem Stand die Basis bei chronischer Schlaflosigkeit ist.
Eine Arbeitsgruppe der European Sleep Research Society um Riemann aus Freiburg hat 2017 und 2023 die europäische Leitlinie zur Insomnie veröffentlicht. Beide Fassungen empfehlen die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, kurz KVT-I, als erste Behandlung bei chronischer Schlaflosigkeit. Das gilt für Erwachsene jeden Alters, persönlich oder digital. Phytotherapeutika werden in der Fassung von 2023 ausdrücklich nicht empfohlen. Licht und Bewegung können laut Leitlinie als Ergänzung sinnvoll sein.
Riemann D et al. J Sleep Res. 2017;26(6):675-700. DOI: 10.1111/jsr.12594 [Systematischer Review, europäische Leitlinie] · Riemann D et al. J Sleep Res. 2023;32(6):e14035. DOI: 10.1111/jsr.14035 [Übersichtsarbeit, europäische Leitlinie, Update]Ich stehe hinter dieser Empfehlung. KVT-I klingt nach Psychotherapie, ist aber sehr praktisch. Feste Aufstehzeit. Das Bett wieder mit Schlaf verknüpfen statt mit Grübeln. Die Zeit im Bett vorübergehend an den tatsächlichen Schlaf anpassen. Gedankenkreisel entschärfen. Das klingt unspektakulär und zeigt in Studien trotzdem die stabilsten Effekte.
Die klassische Schlafmedizin macht hier also etwas sehr Sinnvolles. Was eine integrative Sicht ergänzen kann, ist eine zweite Frage. Nicht nur: Wie trainiere ich meinen Schlaf neu? Sondern auch: Welche körperlichen Signale halten mein Nervensystem nachts wach? Hier kommt das KPNI-Modell ins Spiel.
Das KPNI-Schlafmodell: Bremse, Gaspedal und Alarmanlage
Du schläfst nicht mit dem Kopf allein. Du schläfst mit deinem ganzen Körper. Die klinische Psychoneuroimmunologie, kurz KPNI, schaut deshalb gleichzeitig auf vier Systeme. Sie reden nachts ständig miteinander.
Nervensystem
GABA bremst, das sympathische Nervensystem gibt Gas. Bei chronischer Schlaflosigkeit wird ein Zustand der Übererregung rund um die Uhr diskutiert, im Fachjargon Hyperarousal.
Hormonsystem
Die Stressachse aus Hypothalamus, Hypophyse und Nebenniere schüttet ACTH und Cortisol aus. Adrenalin ist der schnelle Alarmgeber. Beide können wach machen.
Stoffwechsel
Das Gehirn braucht auch nachts Glukose. Sinkt der Blutzucker deutlich ab, reagiert der Körper mit Gegenregulation über Adrenalin, Cortisol und Glukagon.
Immunsystem
Schlafmangel kann entzündliche Botenstoffe anheben, und Entzündung kann den Schlaf stören. Ein Kreislauf, der in beide Richtungen läuft.
Schauen wir auf die Hormonachse. Hier gibt es Daten, die das Bild vom überaktiven Gaspedal stützen.
Vgontzas und Kollegen von der Penn State University beobachteten 11 junge Menschen mit chronischer Insomnie und 13 gute Schläfer vier Nächte lang im Schlaflabor. Über 24 Stunden lag ACTH bei den Schlaflosen signifikant höher, Cortisol tendenziell ebenfalls, am deutlichsten am Abend und in der ersten Nachthälfte. Wer objektiv am schlechtesten schlief, schüttete am meisten Cortisol aus. Die Autoren deuteten das als Übererregung des Nervensystems, nicht als bloße Folge von zu wenig Schlaf. Ihr Rat: das gesamte Erregungsniveau senken, nicht nur den Nachtschlaf verbessern.
Vgontzas AN et al. J Clin Endocrinol Metab. 2001;86(8):3787-3794. DOI: 10.1210/jcem.86.8.7778 [Pathophysiologie, Fall-Kontroll, n=24]Dressle und ein Freiburger Team fassten 2022 zwanzig Fall-Kontroll-Studien zusammen, mit 449 Menschen mit Insomnie und 357 guten Schläfern. Die Menschen mit Insomnie hatten im Mittel moderat erhöhte Cortisolwerte. In Blutproben fiel der Unterschied noch etwas deutlicher aus. Das spricht dafür, dass die Stressachse bei vielen Schlaflosen eine Rolle spielen könnte, auch wenn sie sicher nicht bei allen die Hauptursache ist.
Dressle RJ et al. Sleep Med Rev. 2022;62:101588. DOI: 10.1016/j.smrv.2022.101588 [Meta-Analyse, k=20, 449 vs. 357 Personen]Irwin vom Cousins Center for Psychoneuroimmunology in Los Angeles fasste zusammen, wie eng Schlaf und Immunsystem verbunden sind. Gestörter Schlaf kann die Abwehr gegen Viren schwächen und entzündliche Prozesse anfachen. Umgekehrt kann Entzündung selbst den Schlaf stören. Vermittelt wird das über Hormonachsen und das autonome Nervensystem. Für dich heißt das: Schlaf ist kein Nebenschauplatz, sondern ein zentrales Regulationsfenster.
Irwin MR. Annu Rev Psychol. 2015;66:143-172. DOI: 10.1146/annurev-psych-010213-115205 [Übersichtsarbeit, Psychoneuroimmunologie]Wenn Cortisol und Adrenalin nachts zu früh anspringen, fehlt dir nicht unbedingt eine Beruhigung. Dann läuft eine Alarmanlage, die aus einem Grund angeht. Eine Pflanze kann die Lautstärke des Alarms vielleicht etwas senken. Den Auslöser erreicht sie womöglich nicht.
Und jetzt weißt du, warum pflanzliche Beruhigung womöglich vor allem dann greift, wenn die nächtliche Stressachse mit angegangen wird.
Wenn der Blutzucker dich weckt
Jetzt wird es persönlich. Denn es gibt einen Auslöser für nächtliches Aufwachen, an den kaum jemand denkt, der nicht Diabetes hat. Den Blutzucker. Bevor ich dir die Physiologie erkläre, möchte ich dir eine Beobachtung aus der Praxis erzählen.
Durchschlafstörungen, und die Spur führte zum Blutzucker
Eine Patientin kam wegen Durchschlafstörungen zu mir. Naheliegend wäre die Frage gewesen, ob ihrem Nervensystem Beruhigung fehlt, etwa im GABA-System. Und ob eine stärkere pflanzliche Bremse die Lösung sein könnte.
Als wir genauer hinschauten, zeigte sich ein anderes Muster. Ihr nächtliches Aufwachen hing zeitlich mit Abfällen ihres Blutzuckers in der Nacht zusammen. Nicht ein Mangel an Beruhigung stand im Vordergrund, sondern ein Stoffwechselsignal, das ihren Körper weckte.
Die Lehre, die ich daraus mitnehme: Wer nachts wach wird, braucht nicht immer mehr Bremse. Manchmal braucht es zuerst die Frage, welches System gerade Alarm gibt.
Warum ist das physiologisch plausibel? Dein Gehirn ist ein Glukose-Großverbraucher, auch im Schlaf. Es überwacht den Blutzucker wie ein Rauchmelder die Luft. Fällt der Wert deutlich ab, springt eine Notfallkette an. Adrenalin wird ausgeschüttet, dazu Cortisol, Glukagon und Wachstumshormon. Sie holen gespeicherten Zucker aus der Leber. Und Adrenalin kann dich sehr zuverlässig wach machen.
Schultes und Kollegen von der Universität Lübeck senkten bei 16 gesunden Menschen und 16 Menschen mit Typ-1-Diabetes im Schlaf den Blutzucker kontrolliert auf 2,2 mmol/l. Von den Gesunden wachten 10 auf, von den Menschen mit Diabetes nur einer. Bei allen, die aufwachten, stieg Adrenalin deutlich an, im Mittel etwa siebeneinhalb Minuten bevor die Hirnströme Wachheit zeigten. Die Autoren deuten das Aufwachen als Teil einer zentralen Schutzreaktion, parallel zur hormonellen Gegenregulation.
Schultes B et al. PLoS Med. 2007;4(2):e69. DOI: 10.1371/journal.pmed.0040069 [Pathophysiologie, kontrollierte Studie, n=32]Jauch-Chara und dasselbe Lübecker Umfeld wiederholten das Experiment bei 16 gesunden Menschen, einmal direkt nach dem Einschlafen, einmal nach etwa dreieinhalb Stunden Schlaf. Früh in der Nacht wachten 10 von 16 auf, in der zweiten Nachthälfte alle 16. Die hormonelle Gegenregulation fiel spät in der Nacht schwächer aus. Für dich heißt das: Die zweite Nachthälfte scheint eine besonders empfindliche Phase zu sein.
Jauch-Chara K et al. Diabetes. 2007;56(7):1938-1942. DOI: 10.2337/db07-0044 [Pathophysiologie, Crossover, n=16]Diese Experimente haben den Blutzucker künstlich stark gesenkt. Sie zeigen den Mechanismus, nicht die Häufigkeit im Alltag. Bei gesunden Menschen ohne Diabetes sind so tiefe Werte selten. Wie oft schon mildere nächtliche Abfälle zum Aufwachen beitragen, ist bisher wenig untersucht. Das ist ehrlicherweise eine offene Forschungsfrage.
Shah und Kollegen ließen 153 gesunde Menschen ohne Diabetes zwischen 7 und 80 Jahren bis zu zehn Tage einen verblindeten Glukosesensor tragen. Der mittlere Zucker lag um 98 bis 99 mg/dl. Werte unter 70 mg/dl kamen im Median nur etwa 15 Minuten pro Tag vor. Diese Referenzdaten helfen, einen Sensorverlauf überhaupt einordnen zu können.
Shah VN et al. J Clin Endocrinol Metab. 2019;104(10):4356-4364. DOI: 10.1210/jc.2018-02763 [Real-World, prospektive Multicenter-Kohorte, n=153]Ein wichtiger praktischer Hinweis: Nicht jedes nächtliche Tief auf einem Sensor ist echt. Wenn du auf dem Arm mit dem Sensor liegst, kann der Druck kurzzeitig falsch niedrige Werte erzeugen. Deshalb gehört ein Sensorverlauf in eine fachkundige Auswertung, zusammen mit einem Schlaftagebuch.
Und warum sollte der Blutzucker nachts überhaupt abfallen? Mögliche Gründe werden diskutiert: ein zuckerreiches Abendessen mit schneller Insulinantwort, Alkohol am Abend, der die Zuckerfreisetzung aus der Leber bremsen kann, sehr lange Esspausen bei intensivem Training, oder bestimmte Medikamente. Ob einer davon bei dir eine Rolle spielt, lässt sich nur im Einzelfall klären.
Aufwachen mit Herzklopfen um drei Uhr fühlt sich an wie Angst. Manchmal ist es aber zuerst Chemie: ein Adrenalinstoß, der eigentlich deinen Blutzucker retten will. Dein Kopf springt dann nur auf einen Zug auf, der schon fährt.
Das nimmt Druck raus. Du bist nicht einfach „zu gestresst, um zu schlafen“. Dein Körper tut vielleicht genau das, wofür er gebaut ist. Und jetzt weißt du, warum eine Beruhigungspflanze an diesem Punkt womöglich wenig ausrichten kann.
Guter Schlaf ist kein Luxus. Er ist die Nacht, in der dein Körper aufräumt, dein Immunsystem sich sortiert und dein Kopf wieder Platz bekommt. Wer durchschläft, gewinnt nicht nur Stunden. Er gewinnt Freiheit für den Tag.
Shukri Jarmoukli, ViveCura BerlinSicherheit: was du vor der Einnahme wissen solltest
Pflanzlich klingt harmlos. Und tatsächlich zeigen die großen Übersichtsarbeiten für Baldrian und Passionsblume ein insgesamt gutes Sicherheitsprofil. Trotzdem sind beide wirksame Substanzen mit einem Einfluss auf das Nervensystem. Das verdient Respekt.
- Alkohol und Beruhigungsmittel: Baldrian und Passionsblume können die dämpfende Wirkung von Alkohol, Benzodiazepinen, Z-Substanzen, sedierenden Antidepressiva oder Antihistaminika möglicherweise verstärken. Kombiniere sie nicht ohne ärztliche Absprache.
- Medikamente allgemein: Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich vor der Einnahme mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt oder in der Apotheke.
- Straßenverkehr und Maschinen: Nach der Einnahme kann die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Plane das bei Autofahrten und Arbeit an Maschinen ein.
- Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder: Hier fehlen belastbare Daten. Die europäischen Pflanzenmonographien raten bei Kindern unter 12 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit von der Anwendung ohne ärztlichen Rat ab.
- Leber: Es gibt einzelne Fallberichte über Leberschäden im zeitlichen Zusammenhang mit Baldrian oder baldrianhaltigen Kombipräparaten. Bei Gelbfärbung der Haut, dunklem Urin oder Oberbauchschmerzen sofort absetzen und ärztlich abklären lassen.
- Qualität: Registrierte pflanzliche Arzneimittel unterliegen strengeren Anforderungen als Nahrungsergänzungsmittel. Bei schwankender Extraktqualität sind auch die Effekte kaum vorhersagbar.
Cohen und Del Toro sowie Vassiliadis und Kollegen beschrieben jeweils Einzelfälle einer Leberschädigung im zeitlichen Zusammenhang mit Baldrian. In Einzelfällen lässt sich die Ursache schwer sichern, oft sind mehrere Substanzen im Spiel. Die großen Reviews fanden keine schweren Nebenwirkungen. Für dich heißt das: kein Grund zur Panik, aber ein Grund, bei Lebererkrankungen vorsichtig zu sein.
Cohen DL, Del Toro Y. J Clin Gastroenterol. 2008;42(8):961-962. DOI: 10.1097/MCG.0b013e3180500348 [Case Report] · Vassiliadis T et al. Sleep Med. 2009;10(8):935. DOI: 10.1016/j.sleep.2008.09.009 [Case Report, Letter]Ein letzter Punkt, der mir wichtig ist. Eine Pflanze kann ein Symptom so weit dämpfen, dass eine wichtige Ursache länger unentdeckt bleibt. Schlafapnoe, eine Schilddrüsenstörung, eine Depression, Schmerzen oder eine Stoffwechselstörung verdienen eine Abklärung. Die sanfte Bremse sollte nie das Warnlicht verdecken.
Drei Hebel für deine Nächte
Ich gebe dir hier bewusst kein Einnahmeschema. Welche Pflanze in welcher Form für dich passt, hängt von deiner Situation, deinen Medikamenten und deinen Befunden ab. Ich gebe dir Richtungen. Drei Hebel, die du ab heute Abend verstehen und einordnen kannst.
Notiere, wann du aufwachst, nicht nur ob
Führe zwei Wochen ein einfaches Schlaftagebuch. Uhrzeit des Aufwachens, Herzklopfen oder Schwitzen, Abendessen, Alkohol, Stress des Tages. Wiederkehrende Muster in der zweiten Nachthälfte können ein Hinweis auf die Stressachse oder den Stoffwechsel sein. Das Tagebuch ist auch das erste Werkzeug der Verhaltenstherapie bei Insomnie.
Nimm den Fuß vom Gaspedal, bevor du bremst
Eine feste Aufstehzeit, Tageslicht am Morgen, eine echte Übergangsstunde am Abend ohne Arbeit und Bildschirm, ein Bett, das für Schlaf reserviert ist. Diese Bausteine der KVT-I sollen genau am überaktiven Erregungssystem ansetzen. Wenn du danach noch eine Pflanze als Begleiter nutzen willst, arbeitet sie gegen einen leiseren Motor.
Schau auf deinen Abendteller und lass Ursachen ärztlich klären
Ein Abendessen mit Eiweiß, gesundem Fett und Ballaststoffen statt eines schnellen Zucker-Snacks kann den nächtlichen Blutzuckerverlauf ruhiger machen. Alkohol am Abend kann gerade die zweite Nachthälfte stören. Wenn du trotzdem regelmäßig mit Herzrasen oder Schwitzen aufwachst, lass Blutzucker, Stressachse, Schilddrüse und Atmung im Schlaf ärztlich anschauen. Ein Glukosesensor über einige Tage kann dabei ein Baustein sein, gehört aber in fachkundige Auswertung.
Baldrian und Passionsblume sind keine Mogelpackung. Sie können für manche Menschen ein angenehmer Begleiter sein, vor allem bei leichter Unruhe. Aber sie sind eine Bremse, keine Ursachensuche.
Wer nachts immer wieder wach wird, hat oft ein System, das Alarm gibt: die Stressachse, den Blutzucker oder beides. Wenn du zuerst verstehst, wer bei dir aufs Gaspedal tritt, kann die sanfte Bremse endlich das tun, wofür sie gedacht ist.
Mehr aus dem Ratgeber Heilpflanzen
Weitere Artikel in diesem Ratgeber
Wo dieses Thema anschließt
Schlaf berührt Nervensystem, Hormone, Stoffwechsel und Immunsystem gleichzeitig. Diese Artikel vertiefen die anderen Ebenen.
Morgenlicht und innere Uhr
Wie Licht am Morgen deinen Schlafrhythmus und die Cortisol-Aufwachreaktion prägen kann.
NaturkräfteAtemtechniken und Vagusnerv
Wie die lange Ausatmung den Fuß vom Gaspedal des Nervensystems nehmen kann.
NervensystemFasten und Blutzucker
Was Glukoseverläufe und Insulin über deinen Stoffwechsel verraten können.
StoffwechselWelches Magnesium passt?
Die Formen im ehrlichen Vergleich, auch mit Blick auf Schlaf und Entspannung.
NahrungsergänzungHäufige Fragen
Kann Baldrian beim Einschlafen und Durchschlafen unterstützen?
Was ist über Passionsblume und Schlaf bekannt?
Wie sollen Baldrian und Passionsblume im Gehirn ansetzen?
Warum empfiehlt die europäische Insomnie-Leitlinie keine Heilpflanzen?
Warum wache ich nachts immer zur gleichen Zeit auf?
Kann ein nächtlicher Blutzuckerabfall aus dem Schlaf wecken?
Darf ich Baldrian mit Alkohol oder Schlafmitteln kombinieren?
Sind Baldrian und Passionsblume in Schwangerschaft, Stillzeit oder für Kinder geeignet?
Kann Baldrian der Leber schaden?
Wann sollte ich mit Schlafproblemen ärztlich abklären lassen?
Quellen
Alle Studien wurden über PubMed gegen Titel, Autorinnen und Autoren, Jahr, Journal und DOI geprüft; die zentralen Aussagen zu Baldrian, Passionsblume und Cortisol zusätzlich über Consensus. Der Studientyp steht in eckigen Klammern. Zu Baldrian und Passionsblume existieren viele kleine und methodisch heterogene Studien. Zum Zusammenhang zwischen milden nächtlichen Blutzuckerabfällen und Aufwachen bei Menschen ohne Diabetes gibt es bislang vor allem physiologische Experimente, keine großen Beobachtungsstudien. Diese Zusammenhänge sind biologisch plausibel, aber nicht mit derselben Sicherheit belegt wie durch große randomisierte Studien.
- Bent S, Padula A, Moore D, Patterson M, Mehling W. Valerian for sleep: a systematic review and meta-analysis. Am J Med. 2006;119(12):1005-1012. DOI: 10.1016/j.amjmed.2006.02.026 [Meta-Analyse, k=16, n=1093]
- Fernández-San-Martín MI, Masa-Font R, Palacios-Soler L et al. Effectiveness of Valerian on insomnia: a meta-analysis of randomized placebo-controlled trials. Sleep Med. 2010;11(6):505-511. DOI: 10.1016/j.sleep.2009.12.009 [Meta-Analyse, k=18 RCTs]
- Shinjyo N, Waddell G, Green J. Valerian Root in Treating Sleep Problems and Associated Disorders: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Evid Based Integr Med. 2020;25:2515690X20967323. DOI: 10.1177/2515690X20967323 [Systematischer Review, Meta-Analyse, 60 Studien, n=6894]
- Ngan A, Conduit R. A double-blind, placebo-controlled investigation of the effects of Passiflora incarnata (passionflower) herbal tea on subjective sleep quality. Phytother Res. 2011;25(8):1153-1159. DOI: 10.1002/ptr.3400 [RCT, Crossover, n=41]
- Lee J, Jung HY, Lee SI, Choi JH, Kim SG. Effects of Passiflora incarnata Linnaeus on polysomnographic sleep parameters in subjects with insomnia disorder: a double-blind randomized placebo-controlled study. Int Clin Psychopharmacol. 2020;35(1):29-35. DOI: 10.1097/YIC.0000000000000291 [RCT, n=110]
- Janda K, Wojtkowska K, Jakubczyk K, Antoniewicz J, Skonieczna-Żydecka K. Passiflora incarnata in Neuropsychiatric Disorders: A Systematic Review. Nutrients. 2020;12(12):3894. DOI: 10.3390/nu12123894 [Systematischer Review, k=9 klinische Studien]
- Miroddi M, Calapai G, Navarra M, Minciullo PL, Gangemi S. Passiflora incarnata L.: ethnopharmacology, clinical application, safety and evaluation of clinical trials. J Ethnopharmacol. 2013;150(3):791-804. DOI: 10.1016/j.jep.2013.09.047 [Übersichtsarbeit]
- Khom S, Baburin I, Timin E et al. Valerenic acid potentiates and inhibits GABA(A) receptors: molecular mechanism and subunit specificity. Neuropharmacology. 2007;53(1):178-187. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2007.04.018 [In vitro, Oozyten-Modell]
- Benke D, Barberis A, Kopp S et al. GABA A receptors as in vivo substrate for the anxiolytic action of valerenic acid, a major constituent of valerian root extracts. Neuropharmacology. 2009;56(1):174-181. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2008.06.013 [In vivo, Maus, plus In vitro]
- Riemann D, Baglioni C, Bassetti C et al. European guideline for the diagnosis and treatment of insomnia. J Sleep Res. 2017;26(6):675-700. DOI: 10.1111/jsr.12594 [Systematischer Review, europäische Leitlinie]
- Riemann D, Espie CA, Altena E et al. The European Insomnia Guideline: An update on the diagnosis and treatment of insomnia 2023. J Sleep Res. 2023;32(6):e14035. DOI: 10.1111/jsr.14035 [Übersichtsarbeit, europäische Leitlinie, Update]
- Vgontzas AN, Bixler EO, Lin HM et al. Chronic insomnia is associated with nyctohemeral activation of the hypothalamic-pituitary-adrenal axis: clinical implications. J Clin Endocrinol Metab. 2001;86(8):3787-3794. DOI: 10.1210/jcem.86.8.7778 [Pathophysiologie, Fall-Kontroll, n=24]
- Dressle RJ, Feige B, Spiegelhalder K et al. HPA axis activity in patients with chronic insomnia: A systematic review and meta-analysis of case-control studies. Sleep Med Rev. 2022;62:101588. DOI: 10.1016/j.smrv.2022.101588 [Meta-Analyse, k=20, 449 vs. 357 Personen]
- Irwin MR. Why sleep is important for health: a psychoneuroimmunology perspective. Annu Rev Psychol. 2015;66:143-172. DOI: 10.1146/annurev-psych-010213-115205 [Übersichtsarbeit, Psychoneuroimmunologie]
- Schultes B, Jauch-Chara K, Gais S et al. Defective awakening response to nocturnal hypoglycemia in patients with type 1 diabetes mellitus. PLoS Med. 2007;4(2):e69. DOI: 10.1371/journal.pmed.0040069 [Pathophysiologie, kontrollierte Studie, n=32]
- Jauch-Chara K, Hallschmid M, Gais S et al. Awakening and counterregulatory response to hypoglycemia during early and late sleep. Diabetes. 2007;56(7):1938-1942. DOI: 10.2337/db07-0044 [Pathophysiologie, Crossover, n=16]
- Shah VN, DuBose SN, Li Z et al. Continuous Glucose Monitoring Profiles in Healthy Nondiabetic Participants: A Multicenter Prospective Study. J Clin Endocrinol Metab. 2019;104(10):4356-4364. DOI: 10.1210/jc.2018-02763 [Real-World, prospektive Multicenter-Kohorte, n=153]
- Cohen DL, Del Toro Y. A case of valerian-associated hepatotoxicity. J Clin Gastroenterol. 2008;42(8):961-962. DOI: 10.1097/MCG.0b013e3180500348 [Case Report]
- Vassiliadis T, Anagnostis P, Patsiaoura K et al. Valeriana hepatotoxicity. Sleep Med. 2009;10(8):935. DOI: 10.1016/j.sleep.2008.09.009 [Case Report, Letter]
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er beschreibt Zusammenhänge aus Forschung und klinischer Erfahrung, keine individuellen Therapieanweisungen und keine Dosierungsempfehlungen. Wenn du Medikamente einnimmst, schwanger bist oder stillst, eine Lebererkrankung hast oder seit Monaten schlecht schläfst, besprich den Einsatz pflanzlicher Präparate bitte persönlich ärztlich.