Ketamin-Kontraindikationen: Wer darf nicht behandelt werden
Eine wirksame Therapie wird nicht durch Häufigkeit der Anwendung definiert, sondern durch die Passung zwischen Patient und Behandlung. Bei Ketamin gibt es klare Ausschluss-Kriterien, die in der Aufklärung gehört werden müssen. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Punkte, die im Vorgespräch geprüft werden: was absolut, was relativ, was im Einzelfall zu klären ist. Diese Liste ist nicht abschließend und ersetzt kein ärztliches Gespräch.
Wer in meine Sprechstunde mit der Bitte um eine Ketamin-Therapie kommt, hört von mir zuerst eine Liste von Fragen. Nicht weil ich misstrauisch bin, sondern weil eine seriöse Therapie mit einem sauberen Ausschluss von Risiken beginnt. Bei manchen Menschen ist Ketamin nicht der richtige Weg, oder zumindest nicht jetzt. Dieser Spoke ist die Übersicht der Kontraindikationen, ohne Pauschalisierung, mit klinischer Tiefe.
Ein Muster, das in der Fachliteratur immer wieder beschrieben wird: eine therapieresistente Depression trifft auf eine nicht eingestellte arterielle Hypertonie oder auf eine bekannte koronare Herzkrankheit. Dann gilt in der Regel, dass die kardiovaskuläre Situation zuerst stabilisiert wird.
Ob danach eine ambulante Serie infrage kommt, ist eine Einzelfallentscheidung zusammen mit Kardiologie und Hausarzt. In manchen Fällen kann nur ein stationäres Setting unter intensivem Monitoring vertretbar sein.
Ein sorgfältiges Vorgespräch kann Risiken deutlich senken. Es kann sie nicht auf null bringen. Auch nach sauberer Abklärung bleibt ein Restrisiko, über das du vorher Bescheid wissen solltest.
Absolute vs. relative Kontraindikationen
Kontraindikationen sind nicht Verbote, sondern Schutzmechanismen. Eine absolute Kontraindikation schließt die Therapie zum aktuellen Zeitpunkt aus, weil das Risiko-Nutzen-Verhältnis klar ungünstig ist. Eine relative Kontraindikation bedeutet, dass die Therapie unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen, mit erfahrenem Team und engmaschiger Begleitung möglich sein kann. Beide sind Hinweise, nicht Endurteile.
Absolute Kontraindikationen
Die folgenden Karten nennen wichtige Punkte, die vor einer Ketamin-Therapie geprüft werden. Sie sind kein vollständiger Katalog. Maßgeblich sind die Fachinformation des jeweils verwendeten Präparats und die ärztliche Untersuchung im Einzelfall. Wenn du eine Erkrankung hast, die hier nicht auftaucht, heißt das nicht, dass sie unbedenklich ist. Sprich sie im Vorgespräch an.
Schwere unkontrollierte Hypertonie
Ein dauerhaft stark erhöhter Blutdruck oder eine instabile hypertensive Situation sind ein Ausschlussgrund. Ketamin kann den Blutdruck und den Puls vorübergehend anheben, in Untersuchungen im Mittel um einige bis mehrere zehn mmHg systolisch. Wo genau deine Grenze liegt, entscheidet nicht eine Zahl im Internet, sondern die Untersuchung zusammen mit deiner Hausärztin oder deinem Kardiologen. Siehe Quellen 3 und 4.
Instabile koronare Herzkrankheit
Akutes Koronarsyndrom, kürzlicher Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris. Der durch Ketamin induzierte Anstieg von Puls und Blutdruck kann das Sauerstoff-Angebot-Bedarfs-Verhältnis kritisch verschieben.
Aktive Psychose
Akute psychotische Episode, frische schizophrene Erstmanifestation, akute Manie mit psychotischen Symptomen. Ketamin kann psychotische Symptome verstärken oder verlängern.
Akute Manie
Eine akute manische Episode, mit oder ohne psychotische Symptome. Ketamin kann die manische Symptomatik intensivieren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Die Sicherheit von Ketamin für den Fetus oder das gestillte Kind ist nicht ausreichend belegt. Eine elektive Therapie ist während dieser Phasen kontraindiziert. Das gilt besonders bei Präeklampsie und Eklampsie, weil Ketamin den Blutdruck zusätzlich anheben kann. Eine ärztliche Geburtsanästhesie ist eine andere klinische Situation und kein elektiver Einsatz.
Erhöhter intrakranieller Druck
Bei akutem Schädel-Hirn-Trauma, einer Raumforderung im Kopf oder einer frischen Hirnblutung wird Ketamin außerhalb der Intensivmedizin nicht eingesetzt. Ob Ketamin den Hirndruck tatsächlich relevant steigert, wird in der Fachliteratur inzwischen unterschiedlich bewertet. Für eine elektive ambulante Therapie bleibt es ein klarer Ausschlussgrund.
Dekompensierte Schilddrüsenüberfunktion
Unbehandelte schwere Hyperthyreose mit kardiovaskulärer Symptomatik. Ketamin könnte die sympathische Aktivität weiter steigern und eine thyreotoxische Krise auslösen.
Schwere fortgeschrittene Ketamin-Cystitis
Wer bereits eine ausgeprägte ketaminbedingte Blasenentzündung hat, sollte kein weiteres Ketamin bekommen. Eine erneute Anwendung kann die Schädigung verstärken. Nach einem Konsumstopp kann sich die Blase teilweise erholen, im fortgeschrittenen Stadium kann der Schaden bleibend sein. Siehe Quelle 12. Mehr im Cystitis-Spoke.
Bekannte Überempfindlichkeit gegen Ketamin
Eine bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile schließt die Anwendung aus. Das steht so in der Fachinformation ketaminhaltiger Arzneimittel.
Glaukom und erhöhter Augeninnendruck
Ketamin kann den Augeninnendruck vorübergehend anheben. Bei einem unbehandelten Glaukom oder einem bekannt erhöhten Augeninnendruck ist eine elektive Therapie deshalb nicht vorgesehen. Sag im Vorgespräch an, wenn du wegen erhöhtem Augendruck in Behandlung bist.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Für die Behandlung einer Depression mit Ketamin gibt es in dieser Altersgruppe keine Zulassung und keine belastbare Datenlage. Eine elektive Therapie findet hier nicht statt.
Schwere Herzinsuffizienz und Aortenaneurysma
Bei schwerer Herzschwäche oder einem bekannten Aneurysma der Hauptschlagader kann ein Anstieg von Blutdruck und Puls gefährlich werden. Beides gehört vorher abgeklärt und spricht gegen eine ambulante elektive Therapie.
Relative Kontraindikationen
Psychose in der Vorgeschichte
Frühere psychotische Episoden ohne aktuelle Symptomatik. Sehr sorgfältige Risiko-Nutzen-Bewertung mit erfahrenem Psychiater, engmaschige Verlaufskontrolle, gegebenenfalls Vorab-Stabilisierung mit Antipsychotika.
Bipolare Störung in stabiler Phase
Bipolare Depression in euthymer oder depressiver Phase kann eine Indikation sein. Risiko der Manie-Induktion muss bewertet werden, oft mit Stimmungsstabilisator als Sicherheit.
Stabile koronare Herzkrankheit
Bei gut eingestellter KHK ohne aktuelle Symptomatik kann eine ambulante Therapie unter engmaschigem Monitoring möglich sein. Kardiologische Vorab-Beurteilung empfehlenswert.
Schwere Lebererkrankung
Bei Leberzirrhose oder schwerer Leberschwäche kann Ketamin langsamer abgebaut werden. Norketamin könnte sich dann anreichern. Deshalb kann eine Dosisanpassung nötig sein, zusammen mit engmaschigem Monitoring.
Chronischer Substanzkonsum
Aktiver Alkohol- oder Drogenkonsum kann eine Therapie destabilisieren. Bei aktivem Substanzkonsum ist zuerst eine suchtmedizinische Abklärung sinnvoll. Eine Suchtbehandlung bieten wir nicht an, dafür verweisen wir an spezialisierte Einrichtungen.
Schwere unbehandelte Schlafapnoe
Ketamin kann atemdepressiv wirken. Bei unbehandelter schwerer Schlafapnoe Vorab-Abklärung und Stabilisierung mit CPAP. Mit eingestellter Schlafapnoe meist möglich.
Geringe soziale Stabilität
Nach einer Sitzung braucht der Patient eine sichere Umgebung. Bei Obdachlosigkeit, akuter sozialer Krise oder fehlender Begleitung sollte erst diese Stabilität aufgebaut werden.
Frühe oder vermutete Ketamin-Cystitis
Bei früherer urologischer Symptomatik aus Konsum-Vorgeschichte sorgfältige Urologie-Abklärung vor Beginn. Bei klinischer Cystitis-Frühform Risiko-Nutzen-Bewertung im Team.
Was die Vorab-Diagnostik konkret prüft
McIntyre und Kollegen haben in einer internationalen Experten-Übersichtsarbeit die Evidenz zu Ketamin und Esketamin bei therapieresistenter Depression zusammengetragen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, worauf in der praktischen Umsetzung am Behandlungsort geachtet werden sollte. Daraus lässt sich die Richtung ableiten, die auch in der Praxis üblich ist: psychiatrische Anamnese mit Blick auf Psychose und bipolare Vorgeschichte, kardiovaskuläre Untersuchung, Basislabor und eine Einschätzung von Substanzkonsum und sozialer Situation. Die konkrete Liste unten ist klinische Praxis, keine wörtliche Wiedergabe der Arbeit.
Konkrete Vorab-Untersuchungen
- Anamnese: Psychose, bipolare Vorgeschichte, Substanzkonsum, kardiovaskuläre Erkrankungen, neurologische Erkrankungen
- Kardiovaskuläre Untersuchung: Blutdruck mehrfach gemessen, Puls, Auskultation, EKG bei Risikopatienten, bei Bedarf kardiologische Vorstellung
- Labor: Leberwerte (GOT, GPT, GGT, Bilirubin), Nierenwerte (Kreatinin, eGFR), Schilddrüsenwerte (TSH), bei Bedarf Elektrolyte
- Urologisch: Urinstatus, bei Verdacht zusätzliche Untersuchungen
- Psychiatrisch: detaillierte Diagnose, Ausschluss Psychose und akute Manie, Suizidalitäts-Einschätzung
- Soziales Umfeld: Begleitung nach Sitzung, sichere Umgebung, Notfall-Kontakte
Nach einer Ketamin-Sitzung darfst du für den Rest des Tages kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen. Bring bitte eine Begleitperson mit.
Sag im Vorgespräch alle Medikamente an, die du nimmst, auch Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine, MAO-Hemmer, Theophyllin, Blutdruckmittel, Alkohol und pflanzliche Präparate. Manche Kombinationen können die Wirkung verstärken oder abschwächen, den Blutdruck zusätzlich beeinflussen oder die Krampfschwelle senken. Wechselwirkungen sind ein eigener Prüfpunkt, nicht eine Randnotiz.
Und ein Punkt, der zur Aufklärung gehört: die intravenöse Ketamintherapie bei Depression ist in Deutschland ein Off-Label-Einsatz. Das Medikament ist für diese Indikation nicht zugelassen. Daraus folgt eine gesteigerte Aufklärungspflicht und auch eine offene Frage der Kostenübernahme.
Die vier KPNI-Linsen auf Kontraindikationen
1. Nervensystem
Psychose, schwere kognitive Beeinträchtigung, schwere neurologische Erkrankung. Hier ist der Nutzen oft kleiner als das Risiko der akuten Symptomverstärkung.
2. Immunsystem
Aktive Autoimmun-Erkrankungen sind keine direkte Kontraindikation, können aber im individuellen Fall die Risiko-Nutzen-Bewertung beeinflussen. Bei chronischer Cystitis als Spezialfall absolute Vorsicht.
3. Stoffwechsel
Eine schwere Lebererkrankung kann die Verstoffwechselung beeinflussen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion könnte Norketamin akkumulieren. Hier können Dosisanpassung und Monitoring nötig sein.
4. Hormonsystem
Dekompensierte Schilddrüsenfunktion ist absolute Kontraindikation. Schwangerschaft und Stillzeit ebenfalls. Im hormonellen Übergangsfeld (Perimenopause) keine spezielle Einschränkung, aber individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung.
Vor jeder Ketamin-Therapie hast du ein Recht auf vollständige Aufklärung über alle Kontraindikationen, die in deinem Fall relevant sind. Wenn dir etwas unklar bleibt, frag nach oder hol dir eine Zweitmeinung.
„Ein 'nicht jetzt' ist nicht ein 'nie'. Es ist ein 'erst etwas anderes'."
Wahre Freiheit beginnt mit der Erkenntnis, dass eine Therapie nicht aus Pech, sondern aus medizinischer Logik abgelehnt wird, wenn eine Kontraindikation vorliegt. Was du dann brauchst, ist nicht der Druck zur Behandlung, sondern die Geduld, erst die Grundlage zu schaffen, auf der eine Behandlung überhaupt vertretbar wird. Und wenn dich das Warten gerade überfordert: weiter unten stehen Nummern, die rund um die Uhr erreichbar sind.
Drei Hebel beim Umgang mit Kontraindikationen
Sei in der Anamnese vollständig ehrlich
Was du im Vorgespräch nicht erzählst, kann später zum Problem werden. Vollständigkeit ist hier dein Schutz, nicht dein Risiko. Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht, auch in Bezug auf Konsumgeschichte oder psychiatrische Vorgeschichte.
Wenn eine Kontraindikation gefunden wird: frage nach Alternativen
Eine Ablehnung ist nicht das Ende der Behandlungsmöglichkeiten. Andere Therapieformen (TMS, Esketamin unter strengerem Setting, klassische Pharmakotherapie, Psychotherapie) können relevant sein. Mehr im Spoke „Depression ganzheitlich behandeln".
Bei relativen Kontraindikationen: hol dir spezialisierte Begleitung
Wenn deine Situation komplex ist (Psychose-Vorgeschichte, bipolare Störung, Lebererkrankung), kann ein Team mit viel Erfahrung in genau diesem Bereich sinnvoll sein. Es kann das Risiko besser einschätzen und enger begleiten. Frag ruhig direkt nach, wie oft dort solche Fälle behandelt werden. Ein Restrisiko bleibt auch dort.
Häufige Fragen zu Ketamin-Kontraindikationen
Was sind die absoluten Kontraindikationen?
Bekannte Überempfindlichkeit gegen Ketamin, schwere unkontrollierte Hypertonie, instabile koronare Herzkrankheit, schwere Herzinsuffizienz, aktive Psychose, akute Manie, Schwangerschaft und Stillzeit, schwere intrakranielle Druckerhöhung, unbehandeltes Glaukom, dekompensierte Schilddrüsenüberfunktion, Alter unter 18 Jahren. Diese Bedingungen sprechen gegen eine reguläre Ketamin-Therapie. Die Aufzählung ist nicht abschließend, maßgeblich ist die Fachinformation des jeweiligen Präparats und das ärztliche Vorgespräch.
Was sind relative Kontraindikationen?
Psychose-Vorgeschichte, bipolare Störung mit Manie-Risiko, schwere Lebererkrankung, chronischer Substanzkonsum, fortgeschrittene Ketamin-Cystitis, schwere unbehandelte Schlafapnoe. Hier ist Einzelfallentscheidung mit erfahrenem Team möglich.
Darf man in der Schwangerschaft Ketamin nehmen?
Eine elektive Therapie ist während Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert, da die Sicherheit für den Fetus nicht ausreichend belegt ist. In Ausnahmefällen wie der Geburtsanästhesie kann Ketamin unter strikter Indikation eingesetzt werden, das ist aber kein elektiver Einsatz.
Was bei kardiovaskulärer Vorerkrankung?
Bei stabiler kardiovaskulärer Situation und gut eingestelltem Blutdruck kann eine Therapie unter engmaschigem Monitoring möglich sein. Bei instabiler KHK, schwerer Herzinsuffizienz oder unkontrolliertem Bluthochdruck ist die Therapie kontraindiziert oder nur stationär unter intensivem Monitoring.
Was bei Psychose-Vorgeschichte?
Bei aktiver Psychose absolut kontraindiziert. Bei Psychose in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten, die Therapie wird in der Regel zurückhaltend bewertet. Wenn dennoch sinnvoll, dann mit erfahrenem psychiatrischen Team und engmaschiger Verlaufskontrolle.
Was bei bipolarer Störung?
Bipolare Störung mit aktueller Manie ist Kontraindikation. Bei bipolarer Depression in stabiler Phase gibt es erste kleine Studien, die auf eine Wirkung hindeuten. Die bekannteste davon umfasste 18 Patientinnen und Patienten, die zusätzlich Lithium oder Valproat einnahmen. In dieser Studie entwickelte eine Person unter Ketamin manische Symptome. Das ist zu wenig für eine belastbare Aussage. Das Risiko, eine Manie auszulösen, muss immer mitbedacht werden. Engmaschige Begleitung durch Psychiater notwendig.
Was bei Schlafapnoe?
Unbehandelte schwere Schlafapnoe ist eine relative Kontraindikation, weil Ketamin atemdepressiv wirken kann. Bei behandelter und stabilisierter Schlafapnoe (CPAP) ist die Therapie meist möglich. Eine schlafmedizinische Vorabklärung kann sinnvoll sein.
Was bei chronischer Cystitis?
Bei fortgeschrittener Ketamin-induzierter Cystitis ist eine erneute Therapie kontraindiziert. Bei früher Cystitis aus Konsum-Vorgeschichte muss eine sehr sorgfältige Indikationsstellung mit urologischer Begleitung erfolgen. Mehr im Cystitis-Spoke.
Der Cluster „Ketamin-Therapie": alle 30 Spokes
Die Beiträge zu Konsum, Abhängigkeit, Entzug, Mischkonsum und Überdosierung sind reine Aufklärung. Eine Suchtbehandlung ist damit nicht verbunden und wird hier nicht angeboten.
- Pillar: Ketamin-Therapie im Überblick
- Ist Ketamin gefährlich?
- Ketamin vs. Spravato
- Therapieresistente Depression
- Macht Ketamin abhängig?
- Kosten und Krankenkasse
- Ketamin-assistierte Psychotherapie
- PTBS und Trauma
- Erfahrungen
- Burnout
- Elon Musk-Frame
- Was ist Ketamin?
- Wirkmechanismus im Gehirn
- Nachweisbarkeit
- Überdosis
- Mischkonsum
- K-Hole
- Chronische Schmerzen
- Angst und Zwang
- Microdosing
- Akute Suizidalität
- Gefahren im Überblick
- Halluzinationen und Trip
- Nebenwirkungen
- Droge vs. Medikament
- Entzug und Rebound
- Tropfen und Sublingual
- Dosierung
- Blase und Cystitis
- Wirkdauer und Halbwertszeit
- Kontraindikationen (du bist hier)
Verbindungen zu anderen Themen
Was du tun kannst, wenn Ketamin nicht für dich passt.
Wenn du an Suizid denkst, warte nicht auf einen Termin. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116 117 erreichbar, im Notfall die 112. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei unter 0800 111 0 111 erreichbar, auch anonym.
Dieser Text ist allgemeine Information. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, keine Diagnose und keine Behandlung. Ob eine Ketamin-Therapie für dich infrage kommt, kann nur eine ärztliche Untersuchung im Einzelfall klären.
Quellen und weiterführende Literatur
- McIntyre RS, et al. Synthesizing the Evidence for Ketamine and Esketamine in Treatment-Resistant Depression: An International Expert Opinion on the Available Evidence and Implementation. Am J Psychiatry. 2021;178(5):383-399. PMID 33726522. doi:10.1176/appi.ajp.2020.20081251 [Übersichtsarbeit, internationale Experten-Einschätzung]
- Riggs LM, Gould TD. Ketamine and the Future of Rapid-Acting Antidepressants. Annu Rev Clin Psychol. 2021. doi:10.1146/annurev-clinpsy-072120-014126 [Übersichtsarbeit]
- Sanacora G, et al. A Consensus Statement on the Use of Ketamine in the Treatment of Mood Disorders. JAMA Psychiatry. 2017. doi:10.1001/jamapsychiatry.2017.0080 [Übersichtsarbeit, Konsensus]
- Short B, et al. Side-effects associated with ketamine use in depression: a systematic review. Lancet Psychiatry. 2018;5(1):65-78. PMID 28757132. doi:10.1016/S2215-0366(17)30272-9 [Systematischer Review]. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Datenlage zur Langzeitanwendung und Langzeitsicherheit begrenzt ist.
- Krystal JH, Kavalali ET, Monteggia LM. Ketamine and rapid antidepressant action. Neuropsychopharmacology. 2024. doi:10.1038/s41386-023-01629-w [Mechanismus-Review]
- Schoevers RA, et al. Oral ketamine for the treatment of pain and treatment-resistant depression. Br J Psychiatry. 2016. doi:10.1192/bjp.bp.115.165498 [Übersichtsarbeit]
- Shahani R, et al. Ketamine-associated ulcerative cystitis. Urology. 2007. doi:10.1016/j.urology.2007.01.038 [Real-World, Beobachtungsstudie]
- Daly EJ, et al. Efficacy and Safety of Intranasal Esketamine. JAMA Psychiatry. 2018. doi:10.1001/jamapsychiatry.2017.3739 [RCT]
- Niesters M, Martini C, Dahan A. Ketamine for chronic pain: risks and benefits. Br J Clin Pharmacol. 2014. doi:10.1111/bcp.12094 [Übersichtsarbeit]
- Diazgranados N, et al. A randomized add-on trial of an N-methyl-D-aspartate antagonist in treatment-resistant bipolar depression. Arch Gen Psychiatry. 2010. doi:10.1001/archgenpsychiatry.2010.90 [RCT]
- Liu KM, et al. Ketamine-induced ulcerative cystitis and bladder apoptosis involve oxidative stress mediated by mitochondria and the endoplasmic reticulum. Am J Physiol Renal Physiol. 2015;309(4):F318-31. doi:10.1152/ajprenal.00607.2014 [In vivo, Ratte, mechanistisch]
- Castellani D, et al. What urologists need to know about ketamine-induced uropathy: A systematic review. Neurourol Urodyn. 2020;39(4):1049-1062. doi:10.1002/nau.24341 [Systematischer Review]
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Bescheid vom 11.10.2019 zur Umsetzung des einstimmigen CMDh-Beschlusses EMA/CMDh/392187/2019 vom 25.07.2019 betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Ketamin. bfarm.de [Behördendokument]. Maßgeblich für Gegenanzeigen und Warnhinweise ist zusätzlich immer die aktuelle Fachinformation des jeweils verwendeten Präparats.